Wie du die Macht der Visualisierung bewusst einsetzt

Wir alle visualisieren. Ständig. Überall. Ob in der Schule mithilfe einer Mindmap, um ein System besser zu verstehen oder in Gedanken an das Abendessen, um eine Mahlzeit auszuwählen. Visualisierung ist eines der verbreitetsten Tools, das beinahe jeder Mensch nutzt – meist unbewusst. Wer die Technik jedoch bewusst für sich und seine Ziele einsetzen kann, ist klar im Vorteil.

In diesem Beitrag erkläre ich, was Visualisierung ist, warum sie besonders gut für Menschen funktioniert und warum der beste Zeitpunkt, mit dem Visualisieren anzufangen, genau jetzt ist.

Was ist Visualisierung?

Visualisierung bedeutet Veranschaulichen oder Sichtbarmachen. Es handelt sich dabei um eine Technik, um abstrakte Sachverhalte (z. B. Konzepte, Daten, Gefühle, …) in eine visuelle Form zu bringen.

Man kann also sagen, dass alles, was wir in einer bildlichen Form darstellen, bereits Visualisierung ist. Der Mensch verfügt über fünf Wahrnehmungskanäle:

  • Visuell (Sehen)
  • Auditiv (Hören)
  • Kinästhetisch (Fühlen)
  • Olfaktorisch (Riechen)
  • Gustatorisch (Schmecken)

Die Kanäle sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt und wir entwickeln je nach Häufigkeit der Nutzung Präferenzen. Während der eine Dinge gut versteht, indem er zuhört, muss ein anderer Dinge anfassen, um sie zu begreifen.

Doch egal, wo man sich auf der Welt befindet, der visuelle Kanal ist der verbreitetste. Und der Grund dafür liegt in der Beschaffenheit unseres Gehirns.

Warum überhaupt visualisieren?

Unser Gehirn gleicht einem Haus, das über die Jahre durch immer neue Anbauten erweitert wurde.

Angefangen mit dem Hypothalamus. Er ist ein winziger Teil des Gehirns, etwa so groß wie eine Walnuss, der sich an der Schädelbasis befindet.

Diese Gehirnstruktur ist sehr rudimentär und unterscheidet sich kaum von der einer Eidechse. Sie dient der Sicherstellung unserer grundlegenden Bedürfnisse und kann lediglich in gut oder schlecht für uns unterscheiden.

Die weiteren Gehirnbereiche, wie das limbische System oder das Großhirn, die komplexere soziale Interaktionen oder die Auseinandersetzung  mit abstrakten Konzepten ermöglichen, sind quasi auf dem Hypothalamus aufgebaut.

Aufgrund der Art und Weise, wie diese Gehirnstrukturen zusammengeschoben wurden, fehlt es dem zerebralen Gehirn an direkten Kommunikationslinien mit dem Hypothalamus.

Das heißt im Klartext: Obwohl unser Gehirn die komplexesten Sachverhalte lösen kann, findet ein Großteil der Kommunikation zwischen Körper und Geist noch auf einer sehr einfachen Ebene statt.

Du kannst in den Spiegel schauen und erkennen, dass du übergewichtig bist und abnehmen solltest, aber dein Körper wird diese Botschaft nicht verstehen.

Es ist ein Problem, mit dem wir alle konfrontiert sind, und wir erkennen es nicht einmal. Wir wissen nicht, wie wir mit unserem Körper oder dessen Steuerzentrale – dem Gehirn – sprechen sollen.

Denn unser Körper spricht kein Deutsch, Englisch oder sonst irgendeine menschliche Sprache. Es reagiert nur auf Chemikalien und chemische Signale.

Und doch gibt es eine Sprache, die er verstehen kann und die relativ einfach zu lernen ist: Symbole.

Symbole: eine universelle Sprache

Nehmen wir an, du befindest dich an einem Flughafen in einem fremden Land mit einer unbekannten Sprache und suchst die Toilette. Du wirst sie sofort finden, weil du die universellen Symbole für Mann und Frau auf der Vorderseite der Badezimmertüren verstehst.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass wir, sobald die Sprache nicht ausreicht, ganz automatisch auf Hände und Gestik zurückgreifen? Wir verlagern das Gespräch auf eine visuelle Ebene.

Über Symbole kommunizieren wir mit jemandem, der unsere Sprache nicht spricht. Wie zum Beispiel unser Gehirn.

Der Schlüssel, um zu unserem Gehirn vorzudringen, ist die Verwendung der Symbolsprache. Auf diese Art und Weise versteht unser Körper, was wir wollen und löst die entsprechenden chemischen Veränderungen aus.

Das kann konkret eine Aktivierung unseres Nervensystems sein, sodass wir plötzlich hellwach und hochkonzentriert sind. Oder eine Beschleunigung des Stoffwechsels, um mehr Nährstoffe in kurzer Zeit aufzunehmen.

Indem wir unseren Körper über die Visualisierung mit ins Boot holen, schaffen wir eine Einheit. Sind unser Körper und unser Geist auf dasselbe ausgerichtet, gibt es kaum ein Ziel, das wir nicht erreichen können.

Wer visualisiert

Ich könnte natürlich eine Reihe von Namen aufzählen. Aber wie du ja jetzt weißt, ist es viel wirkungsvoller, wenn ich im Folgenden die Bilder der erfolgreichen Menschen einfüge, die sich zur Visualisierung bekennen.

Lade dir die geführte Ziel-Visualisierung herunter

Wie bei allen Techniken und Methoden gilt: Übung macht den Meister.

Visualisierung kann sehr kraftvoll sein und unvorstellbare Veränderungen auslösen. Aber das  braucht Zeit und Übung.

Wenn du noch nie bewusst visualisiert hast, wird dir der Einstieg mithilfe einer geführten Meditation leichter fallen.

Je häufiger du diese Methode anwendest, desto mehr wirst du merken, was bei dir funktioniert und was eher nicht. Deshalb ist es sinnvoll, sich nach einiger Zeit von der Führung zu lösen und selbst zu experimentieren.

Damit du das Visualisieren sofort ausprobieren kannst, habe ich eine kurze Audio-Datei für dich aufgenommen, die dir dabei hilft, dein Ziel zu visualisieren.

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